27.3. eigentlich kein Fazit

… sondern nur ein paar Dinge, die uns in Südafrika aufgefallen sind.

Alle Autos sind weiß. Wenn ein Auto kein alter VW Golf ist, von denen hier unheimlich viele unterwegs sind, dann ist es so gut wie sicher weiß oder hell silbern. Wenn uns mal ein z.B. rotes Auto entgegen kam, dann ist uns das sofort aufgefallen. Unser Miet-Cevrolet war natürlich auch ganz hell silbern. Unpraktisch, wenn man auf einem Parkplatz mit unzähligen Wagen gleicher Farbe seinen fahrbaren Untersatz sucht.

Arm und Reich trifft auf engstem Raum aufeinander. Du sitzt z.B. auf einem edelst eingerichteten Weingut und trinkst guten Wein und isst vorzüglich – und in direkter Nachbarschaft leben Menschen auf engstem Raum unter übelsten Bedingungen in aus Blech und Brettern selbst gezimmerten Hütten. Häuser von mehr oder weniger Reichen sind mit Stacheldraht und/oder Elektrozaun umgeben und Sicherheitsdienste bewachen z.B. Bankfilialen und Läden mit teuren Waren. Manche Geschäfte betritt man erst, nachdem man geklingelt hat und man eine Gittertür geöffnet bekommt. Allesamt Maßnahmen, die getroffen werden, um Reiche vor Übergriffen durch  Arme zu schützen.

Viel Urlaub für’s Geld. Südafrika ist ein günstiges Urlaubsland. Für 50€ kann man z.B. zu zweit sehr gut Essen gehen, mit zwei oder auch drei Gängen und einer wirklich guten Flasche Wein. Benzin ist billig. Einkaufen im Supermarkt ebenso. Für 100€ bekommt man sehr gute 4-Sterne-Unterkünfte (ÜN/F).

Thema Sicherheit. Südafrika hat weltweit eine der höchsten Kriminalitätsraten. Wir haben ein paar grundsätzliche Regeln befolgt, wie z.B. bestimmte Orte (nachts) zu meiden. Unsicher oder bedroht haben wir uns nie gefühlt. Höchstens mal etwas mulmig am Anfang in Kapstadt, in abgelegeneren Stadtvierteln. Oder wenn man, was öfter geschieht, angebettelt wird.

Leute laufen am Straßenrand. Egal ob es eine Autobahn, 4-spurige Nationalstraße oder sonst eine Straße ist: hier laufen Leute (Schwarze) am Straßenrand entlang. Dass uns das unheimlich gefährlich erscheint, versteht sich von selbst. Man sieht sogar fernab von Städten Menschen am Straßenrand, die offensichtlich sehr weite Strecken zu Fuß zurück legen müssen.

Leute sitzen auf Ladeflächen. Egal ob auf Pickups oder auf LKWs: auf den Ladeflächen werden Menschen transportiert.  Halsbrecherisch mit Leuten bepackt kommen sie mitunter daher, oder ein zwei Arbeiter liegen auf dem Weg zu einer Baustelle auf der LKW-Pritsche auf den Baustoffen und pennen.